

Update 16.12.2025: Es war ausreichend, das Update iSG 20163_1212 noch einmal zu installieren, und alles funktionierte auf Anhieb einwandfrei. Home Assistant, Zigbee2MQTT, Updates sowie die Installation von Add-ons und Anwendungen.
Home Assistant ist zweifellos eines der mächtigsten Werkzeuge für das Smart Home. Es bietet unbegrenzte Möglichkeiten, hat aber einen entscheidenden Schönheitsfehler: eine hohe Einstiegshürde. Für viele Nutzer ist die Vorstellung, Linux zu installieren, Laufwerke zu flashen und MQTT zu konfigurieren, ein Albtraum.
Doch nun kommt die neue LinknLink ISG SE Box auf den Markt, die eine Revolution verspricht. Das Ziel ist klar – die Freiheit von Home Assistant zu bringen, aber mit der Einfachheit, die wir von Apple Home oder Google Home gewohnt sind.
Als Händler, die die Technologien selbst testen, haben wir dieses Gerät genau unter die Lupe genommen. Ist es wirklich ein solches Wunder oder hat es seine Macken?

Wenn Sie jemals versucht haben, Home Assistant auf einem Raspberry Pi oder Mini PC zum Laufen zu bringen, wissen Sie, was das bedeutet. Sie müssen das richtige Systemimage herunterladen, ein bootfähiges Medium erstellen, das System installieren, Treiber für den Zigbee-Dongle einrichten, einen MQTT-Broker installieren und alles miteinander verbinden. Ein Spaß für IT-Enthusiasten, ein „Stoppschild“ für den Durchschnittsnutzer.
Die LinknLink ISG SE Box ist anders. Sie ist eine Plug & Play-Lösung. Auspacken, einstecken und loslegen. Das System ist vorinstalliert und einsatzbereit. Das Ziel ist, dass Sie sofort Geräte koppeln und Automationen erstellen können, ohne eine einzige Zeile Code im Terminal schreiben zu müssen.
In Kombination mit dem originalen Zigbee-Dongle von LinknLink entfällt jede komplizierte Einrichtung (Zigbee2MQTT usw.). Es reicht, im Interface der Box das Pairing zu aktivieren, und die Geräte werden automatisch sowohl in das native Interface der Box als auch direkt in Home Assistant übernommen. Es ist schnell und effizient.
Dies ist vielleicht der größte „Hingucker“. Die Box kann Tuya WiFi-Geräte lokal koppeln, und das sogar ohne einen Tuya-Account zu haben oder deren Cloud zu nutzen.
Warum ist das wichtig? In letzter Zeit häufen sich Fälle, in denen Tuya Geräte wegen fehlender Herstellerlizenzen blockiert. Der Nutzer oder Händler ahnt oft nicht, dass es ein Problem gibt, bis das Gerät nicht mehr funktioniert.
Mit dieser Box sind Sie unabhängig. Sie brauchen keine Cloud, Sie müssen sich nicht um Lizenzen kümmern. (Mehr zu den Problemen mit Tuya-Lizenzen haben wir in unserem vorherigen Artikel geschrieben - Link).
Hinweis: Wir testen diese Funktion noch intensiv, da das verbindende Gerät den Handshake-Stil kennen muss, um die WLAN-Zugangsdaten für die Verbindung mit Ihrem Netzwerk zu übermitteln. Daher ist die Verbindung nicht vollständig automatisch und universell.
LinknLink geht mit der Zeit und implementiert Unterstützung für KI-Agenten. Über API können Sie OpenAI (ChatGPT), Gemini oder DeepSeek anbinden und Ihr Zuhause viel natürlicher steuern. Zudem ist die Hardware primär als Android TV Box gebaut, dient also auch als Unterhaltungszentrum für Ihren Fernseher.

Während des Tests sind wir auf einige Dinge gestoßen, die im Handbuch vielleicht nicht stehen, aber für einen reibungslosen Betrieb entscheidend sind:
Statische IP-Adresse ist Pflicht: Damit die iSG Box im Heimnetzwerk zuverlässig funktioniert und die Verbindung zu Integrationen nicht verliert, empfehlen wir dringend, ihr am Router eine statische (feste) IP-Adresse zuzuweisen.
Home Assistant vs. Natives System: Die Box hat ein eigenes Interface, das für die grundlegende Steuerung ausreicht – theoretisch müssen Sie Home Assistant gar nicht einschalten. Wenn Sie es aber mit Automationen ernst meinen, wechseln Sie unbedingt zu HA. Die Möglichkeiten des nativen Systems sind im Vergleich zu HA sehr begrenzt.
Vorinstalliertes HACS: Ein riesiges Plus für Fortgeschrittene! Der beliebte Community-Store (HACS) ist hier bereits vorinstalliert. Sie müssen nichts kompliziert über das Terminal herunterladen und haben sofort Zugriff auf tausende eigener Integrationen und visueller Elemente.
Verzögerung bei Updates: Rechnen Sie damit, dass Core-Updates von Home Assistant hier vom Hersteller LinknLink genehmigt und veröffentlicht werden. Sie kommen also mit einer leichten Verzögerung gegenüber den offiziellen Versionen. Das ist der Preis für Stabilität und eine "Managed"-Lösung.
Maus anschließen! Obwohl eine Fernbedienung im Lieferumfang enthalten ist, ist die Konfiguration von Home Assistant auf einem TV-Bildschirm damit eine Qual. Wir empfehlen, eine klassische USB-Maus oder eine Funktastatur mit Touchpad anzuschließen. Das spart Ihnen viele Nerven.
Fernzugriff: Das Gerät unterstützt Fernzugriff, sodass Sie Ihr Zuhause auch von unterwegs steuern können, ohne sich kompliziert um eine öffentliche IP-Adresse oder VPN kümmern zu müssen.
Wir wären nicht wir, wenn wir das Produkt nur loben würden. Auch wenn wir vom Konzept begeistert sind, müssen wir auf dem Boden bleiben.
Software wird noch optimiert: Die Firmware ist noch nicht zu 100% ausgereift (es handelt sich immer noch um eine Neuheit). Wir sind auf kleine Bugs gestoßen, und obwohl der Hersteller Korrekturen veröffentlicht (der Fehler mit dem nicht funktionierenden HA ist bereits behoben), muss man damit rechnen, dass das System im laufenden Betrieb reift.
Fernbedienungskollision: Einige Nutzer bemerkten, dass die Fernbedienung der Box sich mit bestimmten TV-Modellen „beißen“ kann.
Tuya-Kompatibilität: Die lokale Tuya WiFi-Steuerung ist toll, wird aber nicht für jede smarte Steckdose oder Glühbirne garantiert, die Sie zu Hause finden.

Die LinknLink ISG SE Box ist ein mutiger Schritt, der die Welt von Home Assistant für die Massen öffnet. Wenn Sie die Freiheit von HA wollen und Sie das vorinstallierte HACS oder lokales Tuya reizt, Sie aber die Linux-Installation abschreckt, ist dies genau das richtige Gerät für Sie.
Unsere Empfehlung: Seien Sie vorsichtig. Das Gerät hat riesiges Potenzial und bietet schon jetzt einzigartige Funktionen. Sichern Sie jedoch alles regelmäßig und rechnen Sie damit, dass sich die Software in den kommenden Monaten noch weiterentwickeln wird.