Was ist neu in HomeAssistant 2026.5
Neues in HomeAssistant 2026.5: Wir sind auf derselben Wellenlänge 📡
Das Mai-Update von Home Assistant mit dem Untertitel „We're on the same frequency now“ knüpft genau dort an, wo das April-Update des letzten Monats aufgehört hat. Während sich die Entwickler beim letzten Mal auf die Rückkehr der Infrarot-Steuerung konzentrierten, hebt die Version 2026.5 die Integration von „günstiger“ bzw. „älterer“ Hardware auf ein neues Level. Funkfrequenzen (RF) und die Netzwerkfreigabe von seriellen Ports halten nun nativ Einzug in die Familie der voll unterstützten Technologien.
Zusätzlich erhalten wir ein fantastisches neues integriertes Dashboard für das Batteriemanagement und jede Menge Verbesserungen für Automatisierungen. Schauen wir uns die interessantesten Neuerungen im Detail an.
1. Funkwellen (RF) als vollwertiges Mitglied
Haben Sie motorisierte Jalousien, Garagentore, Deckenventilatoren, Funktürklang oder ferngesteuerte Weihnachtsbeleuchtung zu Hause? Die meisten dieser Geräte arbeiten auf klassischen Funkfrequenzen (meist 433 MHz, alternativ 315, 868 oder 915 MHz). Bisher war deren Einbindung ins Smart Home eine Sache von komplizierter Bastelei oder Drittanbieter-Integrationen.
Ab Version 2026.5 hat Radio frequency (RF) in Home Assistant eine eigene native Plattform. Dies funktioniert nach demselben Prinzip wie die beim letzten Mal vorgestellten IR-Proxys:
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ESPHome RF Bridge: Schnappen Sie sich einfach ein günstiges Modul (z. B. den empfohlenen CC1101 für wenige Euro) in Kombination mit einem ESP32, flashen Sie ESPHome und Home Assistant macht daraus ein Netzwerk-Funk-Gateway.
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Broadlink: Wenn Sie bereits den beliebten Broadlink RM4 Pro zu Hause haben, kann Version 2026.5 diesen automatisch als RF-Sender für die neuen integrierten Komponenten nutzen.
Warum ist das genial? Es ist ein riesiges Plus für die Nachhaltigkeit und Ihren Geldbeutel. Sie müssen funktionierende Jalousien nicht wegwerfen oder neue teure Zigbee-Steckdosen kaufen – überbrücken Sie einfach Ihre vorhandenen funkgesteuerten Geräte.


2. Serielle Ports über das Netzwerk dank ESPHome
Eine weitere großartige Sache für Technik-Feinschmecker. Viele hervorragende Geräte kommunizieren über eine klassische serielle Schnittstelle (RS-232, P1-Ports bei Stromzählern, ältere AV-Receiver etc.). Bisher musste ein solches Gerät physisch per Kabel direkt an den Server angeschlossen sein, auf dem Ihr Home Assistant läuft.
Neu kann ESPHome einen seriellen Port über das lokale Netzwerk teilen (Serial proxy). Platzieren Sie ein kleines ESP-Gerät am Stromzähler im Technikraum oder am Receiver im Wohnzimmer, und Home Assistant sieht diesen entfernten Port in der Benutzeroberfläche genau so, als wäre er direkt in einen USB-Slot eingesteckt.

3. Keine leeren Sensoren mehr: Das neue Maintenance Dashboard
Sie kennen das – eines Abends hört das automatische Licht im Flur auf anzugehen, und nach drei Tagen stellen Sie fest, dass dem Bewegungsmelder einfach die Batterie ausgegangen ist.
Home Assistant erweitert schrittweise die integrierten Dashboards, die Sie nicht selbst programmieren müssen. Nach den Karten für Licht, Klima und Sicherheit kommt nun das Maintenance (Wartungs-) Dashboard. Dieses findet automatisch alle Batterie-Entitäten in Ihrem Haus, gruppiert sie übersichtlich nach Räumen und hebt diejenigen mit geringer Kapazität rot hervor. Mit einem Klick sehen Sie, wo eine Knopfzelle getauscht oder ein Akku geladen werden muss.

4. Automatisierungen, die endlich den Begriff „für eine Weile“ verstehen
Das Erstellen von Automatisierungen ist wieder einen Schritt näher an der menschlichen Sprache. Die Entwickler haben spezifische Auslöser (triggers) und Bedingungen um die Unterstützung von Dauer (durations) verbessert. Sie müssen keine komplexen Bedingungen mehr austüfteln; jetzt können Sie die Logik direkt im Block definieren wie: „Wenn 5 Minuten lang keine Bewegung erkannt wurde...“ oder „Wenn die Tür länger als 10 Minuten offen ist...“.
Ein tolles kleines Feature ist auch der neue Auslöser für Türklingel geläutet (doorbell rang). Unabhängig davon, welche Marke von smarter Türklingel Sie an der Tür haben, HA hat sie unter einem einzigen universellen Befehl vereint.


5. Verknüpfungen mit einem Klick: Die neue Shortcuts-Karte
Das ist ein Design-Highlight, auf das viele von uns gewartet haben. Wenn Sie bisher mehrere Schnellzugriffstasten nebeneinander auf Ihrem Dashboard haben wollten (z. B. zum Starten verschiedener Szenen, Öffnen verschiedener Garagentore oder zum schnellen Einstellen der Temperatur auf 21 °C / 22 °C / 23 °C), mussten Sie mühsam horizontale Spalten, Raster (grids) zusammenstellen oder Erweiterungen aus HACS nutzen.

Die Version 2026.5 bringt eine native Shortcuts card (Verknüpfungskarte). Diese ermöglicht es Ihnen, kompakte Tasten mit Symbolen nebeneinander in einer einzigen sauberen Zeile anzuordnen. Damit können Sie:
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Skripte und Szenen starten
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Klimamodi umschalten
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Bestimmte Entitäten steuern
Auf dem Smartphone sieht das absolut großartig aus, spart Bildschirmplatz und die Konfiguration ist eine Sache von wenigen Sekunden direkt im visuellen Editor.

6. Die Hausgeschichte im Blick: Die Activity Log Karte
Möchten Sie auf Ihrem Haupt-Dashboard den Überblick darüber behalten, wer zuletzt die Tür entriegelt hat, wann genau der Staubsauger losgefahren ist oder um wie viel Uhr die Bewässerung gestartet ist? Bisher stand dafür nur die riesige Logbook-Karte zur Verfügung, die jedoch ohne komplexe Filterung absolut alles anzeigte und ziemlich unübersichtlich wirkte.
Neu haben wir die Karte Activity Log (Aktivitätsprotokoll) zur Verfügung. Es ist eine schlanke, ungemein elegante Version des Verlaufs, die Sie vollständig anpassen können. Sie wählen nur die Entitäten aus, die Sie wirklich interessieren (z. B. Schloss, Alarm, Hauptbeleuchtung), und die Karte listet eine saubere chronologische Timeline der letzten Ereignisse darunter auf. So haben Sie sofort den Überblick über das Geschehen im Haus, ohne sich durch tiefe Systemeinstellungen klicken zu müssen.

7. Bessere Karten für Medien und Staubsauger
Die visuelle Seite des Systems steht dem in nichts nach:
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Die Tile card (Kachelkarte) für Medienplayer hat ein riesiges Upgrade erhalten. Direkt auf der Karte können Sie nun ein Dropdown-Menü haben, um schnell den Eingang zu wechseln (HDMI 1, Spotify, TV) oder den Soundmodus zu ändern (Film, Musik, Nachtmodus). Zudem können Sie die Wiedergabetasten genau in der Reihenfolge anordnen und aktivieren, die Ihnen am besten passt.

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Staubsauger und Mähroboter haben ein komplett neu gestaltetes, modernes Pop-up-Fenster mit detaillierten Informationen (more-info dialog) erhalten, das zum aktuellen Design von HA passt.
Kurze News auf den Punkt gebracht:
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Claude 4.7 Opus: Die Integration von Anthropic AI unterstützt nun das neueste Spitzenmodell.
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Intelligenterer Code-Editor: YAML-Editoren im System verfügen neu über eine automatische Codevervollständigung (autocomplete), was viele Tippfehler ersparen wird.
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Neue Schaltersymbole: Die klassischen Toggles (Umschalter) haben ein moderneres, saubereres Aussehen erhalten.
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Es kamen 12 neue native Integrationen hinzu (z. B. lokale Steuerung der Duco-Lüftung, Denon RS-232 oder EARN-E P1-Zähler).
Fazit und Empfehlungen
Das Mai-Update 2026.5 zeigt deutlich, dass Home Assistant sein Versprechen für dieses Jahr einlöst – das System zugänglicher und sauberer zu machen sowie ältere Elektronik aufzunehmen, die so eine zweite Chance erhält.
Wenn Sie ältere Funkfernbedienungen oder Geräte mit seriellem Port zu Hause haben, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, sich ein paar
Das Update auf Version 2026.5 wird wie immer empfohlen. Prüfen Sie jedoch vorab im Bereich Backward-incompatible changes, ob Sie von der Entfernung der alten personellen Auslöser entered_home und left_home betroffen sind, die künftig durch eine neue Logik ersetzt werden.
Spannendes Entdecken der neuen Funktionen wünscht das Team von HomeBrainz!

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