Was ist neu in HomeAssistant 2026.9
Home Assistant 2026.9: Modbus-Modernisierung, verbesserte Spracherkennung und intelligente Verlaufshistorie
Das September-Update für die beliebte Smart-Home-Plattform Home Assistant 2026.9 ist da. Auf den ersten Blick bringt es zahlreiche visuelle und praktische Verbesserungen für die tägliche Nutzung des Dashboards, doch unter der Haube gab es entscheidende Neuerungen – von einer Revolution in der industriellen Bus-Kommunikation bis hin zu einem gewaltigen Sprung bei der Sprachsteuerung für Fremdsprachen.
Werfen wir gemeinsam einen Blick auf die wichtigsten Funktionen, die Version 2026.9 mit sich bringt.
1. Große Revolution für Modbus: Keine Kommunikationskonflikte mehr
Für alle, die Wärmepumpen, Solarwechselrichter oder Stromzähler integrieren, ist Modbus ein tägliches Muss. Bislang musste man dafür in Home Assistant Registerkarten manuell in YAML-Dateien anlegen. Zudem kam es zu Konflikten, wenn mehrere Integrationen auf denselben Bus zugreifen wollten.
Mit Version 2026.9 erfolgt eine vollständige Modernisierung der Modbus-Schnittstelle:
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Gemeinsame Nutzung eines Busses: Integrationen können nun eine einzige physische Verbindung gemeinsam nutzen, ohne sich gegenseitig zu blockieren.
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Einrichtung über die Benutzeroberfläche: Das manuelle Bearbeiten von Konfigurationsdateien gehört zunehmend der Vergangenheit an – Geräte lassen sich jetzt direkt über die Oberfläche auswählen und einrichten.

2. Durchbruch bei der Sprachsteuerung (Home Assistant Cloud)
Wer seinen eigenen Sprachassistenten über Home Assistant Cloud (Nabu Casa) aufbaut, hatte bisher oft Probleme mit Akzenten, Hintergrundgeräuschen oder einfach damit, dass Englisch nicht die Muttersprache ist.
Entwickler testen jetzt (im Bereich Labs) eine brandneue Speech-to-Text (STT)-Engine von Soniox. Sie zielt speziell auf Fehler durch fremdsprachige Akzente und laute Umgebungen ab. Absolute Privatsphäre bleibt erhalten – keine Speicherung Ihrer Aufnahmen, kein Training der Modelle mit Ihren Daten. Wer ein Cloud-Abonnement besitzt, kann diese Funktion unter Einstellungen > System > Labs aktivieren. (Außerdem wurde der Cloud-Registrierungs- und Aktivierungsprozess deutlich vereinfacht, sodass nach der E-Mail-Bestätigung kein erneutes Einloggen mehr nötig ist).
3. Verbesserte Sicherheit: Echte IP-Adressen und aktive Warnmeldungen
Das Thema Sicherheit stand in diesem Release in mehreren Bereichen im Fokus:
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Angriffserkennung und echte IP-Adressen: Wenn jemand (oder ein Bot) einen fehlgeschlagenen Login-Versuch von außen unternommen hat, zeigte das Protokoll bisher nur die lokale IP-Adresse
127.0.0.1an – die Quelle war nicht nachvollziehbar. Jetzt übermittelt die Cloud die echte IP-Adresse des Angreifers. Dies funktioniert nahtlos mit der automatischen IP-Sperrfunktion aus dem letzten Release. -
Aktive Warnmeldungen im Dashboard (Active Alerts): Im Sicherheits-Dashboard erscheint jetzt ein neuer Bereich, aber nur, wenn tatsächlich etwas passiert. Für jede Entität kann der Schweregrad festgelegt werden (Warnung vs. Kritischer Alarm). Ein vergessenes, offenes Fenster löst nur eine Warnung aus, während ein Rauchmelder sofort Alarm schlägt.

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Favoriten-Entitäten: Sie können jetzt Ihre meistgenutzten Schlösser oder Sensoren ganz oben im Sicherheits-Dashboard anpinnen.
4. Neues Quell-Panel und „Warum ist das passiert?“-Protokollierung
Die Durchsicht der Gerätehistorie war bisher oft unübersichtlich. Jetzt bieten die Tabs Verlauf und Aktivität ein einheitliches Quell-Panel auf der linken Seite:
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Sie können ganz einfach nach Etagen, Räumen, Geräten, Domänen oder Integrationen filtern.

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Ursachenforschung („Warum ist das passiert?“): Im Aktivitätsverlauf sehen Sie künftig nicht mehr nur dass ein Licht eingeschaltet wurde, sondern auch warum. Das System macht es leicht, die auslösende Automatisierung oder den Trigger nachzuvollziehen – Sie müssen sich nicht mehr durch Traces wühlen.


5. Weitere Highlights im Überblick
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Detaillierte Matter-Netzwerkübersicht: Für das Matter-Protokoll gibt es jetzt eine neue Netzwerk-Map. Sie können die Verbindungsqualität zwischen Geräten visuell prüfen und Netzwerkprobleme leichter diagnostizieren.

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Neue sonnenbasierte Automatisierungen: Erweiterte Bedingungen für Automatisierungen, die mit „Goldene Stunde“, „Blaue Stunde“ oder Polartag/-nacht arbeiten.
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Tile Cards: Die beliebten, übersichtlichen Tile Cards haben neue Funktionen und Anpassungsmöglichkeiten erhalten.




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Barrierefreiheit für Diagramme: Verlaufsdiagramme lassen sich jetzt per Tastatur und mit Audio-Feedback bedienen – ein großer Fortschritt für sehbehinderte Nutzer.
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Netzwerkspeicher-Übersicht: Das System zeigt nun übersichtlicher an, wie viel Speicherplatz auf dem mit Home Assistant verbundenen Netzwerkspeicher (NAS) belegt ist.

Fazit
Version 2026.9 zeigt, dass neben neuen Funktionen vor allem Stabilität, die Vereinfachung industrieller Protokolle und die Optimierung der Nutzererfahrung im Fokus der Entwickler stehen.
Wie immer empfehlen wir vor dem Update ein vollständiges System-Backup zu erstellen. Wer Drittanbieter-Add-ons mit Modbus-Anbindung oder ältere, eigene Integrationen nutzt, sollte die offizielle Liste der nicht abwärtskompatiblen Änderungen auf der Home Assistant-Website prüfen.

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