Was ist neu in HomeAssistant 2026.4

Home Assistant 2026.4: Native Infrarot-Steuerung und eine neue Ära der Sicherheit

Das April-Update mit dem Untertitel „Infrared never left the chat“ beweist, dass „alt“ definitiv nicht „unbrauchbar“ bedeutet. Home Assistant 2026.4 bringt die Infrarot-Steuerung zurück ins Spiel, aber in einem modernen Gewand. Zusätzlich bietet es eine erstklassige Backup-Verschlüsselung und vereinheitlicht Begriffe, die nun mehr Sinn ergeben.


1. Infrarot-Ports: Zweiter Atem für ältere Elektronik

Haben Sie einen alten Broadlink oder ESPHome mit IR-Sender in der Schublade? Jetzt ist ihre Zeit gekommen. Version 2026.4 bringt native Unterstützung für Infrarot-Entitäten.

  • IR Proxy: Ähnlich wie bei Bluetooth können Sie jetzt günstige ESPHome-Geräte im Haus verteilen. HA erkennt sie automatisch als „Infrared Proxies“.

  • Code-Datenbank: Kein mühsames „Anlernen“ der Fernbedienung mehr. Integrationen enthalten jetzt Datenbanken für Tausende von Geräten. Wählen Sie einfach die Marke Ihres Fernsehers oder Ihrer Klimaanlage direkt in der UI aus und alles funktioniert.

  • LG infrared als erste IR-Integration für Produkte der Marke LG

2. Dashboards: Eigene Farben für jede Sektion

Der neue Dashboard-Stil („Sections“) hat endlich visuelle Freiheit erlangt. Sie sind nicht mehr auf die globale Theme-Farbe beschränkt. Jetzt können Sie im Editor eine eigene Hintergrundfarbe für jede Sektion separat festlegen.

  • Bessere Orientierung: Heben Sie die Sicherheitssektion zartrot oder die Mediensteuerung im Wohnzimmer blau hervor.

  • Design nach Maß: Farben können direkt in der UI angepasst werden, ohne komplexe CSS-Styles schreiben zu müssen. Das Dashboard kann so viel professioneller und übersichtlicher wirken.

Screenshot der Hintergrundeinstellungen

3. Automatisierung: Domänenübergreifende Trigger und Bedingungen

Dies ist eine echte Revolution in der Logik Ihres Hauses. Neu gibt es universelle Trigger (Cross-domain triggers). Sie müssen sich nicht mehr darum kümmern, ob die Tür durch einen Binärsensor, ein smartes Schloss oder ein motorisiertes Tor überwacht wird.

  • Einheitlicher Status: Stellen Sie die Automatisierung einfach auf „Offen“ oder „Geschlossen“. HA übernimmt alle relevanten Geräte, egal ob sie technisch zur Domäne binary_sensor, lock oder cover gehören.

  • Änderungsresistenz: Wenn Sie einen alten Sensor durch einen anderen Gerätetyp ersetzen, funktioniert die Automatisierung weiter, da sie dem logischen Status folgt (ist offen?), nicht der technischen Kategorie.

4. Automatisierung: Universelle Trigger

Sie müssen nicht mehr unterscheiden, ob der Türsensor vom Typ binary_sensor ist oder ob es sich um den Status eines smarten Schlosses handelt. Neue universelle Domänen-Trigger ermöglichen es, die Automatisierung auf „Türöffnung“ zu setzen, und HA übernimmt alle relevanten Geräte in diesem Bereich.

5. Matter Lock Manager: PIN-Codes unter Kontrolle

Wenn Sie smarte Schlösser mit dem Matter-Protokoll nutzen, haben Sie in der UI endlich ein vollwertiges Tool zur Verwaltung.

  • Erstellen und Löschen von PIN-Codes direkt vom Dashboard.

  • Möglichkeit, temporäre Codes einzurichten (z. B. für Reinigungskräfte oder Airbnb-Gäste).

  • Zugriffshistorie – wissen Sie genau, wer wann per Code aufgeschlossen hat.


Weitere Neuigkeiten in Kürze:

  • Dashboards: Die mobile App hat neue „Summary Cards“ für einen blitzschnellen Überblick direkt nach dem Öffnen erhalten.

  • OpenAI: Unterstützung für die neuesten Modelle GPT-5.4 und 5.4 Pro hinzugefügt.

  • Proxmox VE: Deutlich verbesserte Sensoren – jetzt sehen Sie Uptime, Netzwerkauslastung und können Snapshots direkt aus HA verwalten.

  • SmartThings: Massives Update für Geschirrspüler und Staubsauger (Modi, Töne und Filterstatus).


Fazit und Empfehlungen

Das April-Update von Home Assistant 2026.4 bestätigt, dass der Weg zum perfekten Smart Home über Benutzerfreundlichkeit und visuelle Ordnung führt.

Die farbliche Trennung von Sektionen gibt den Bedienpanels ein professionelles Aussehen. Dank der universellen Trigger müssen wir nicht mehr wie Programmierer denken, sondern können uns auf das konzentrieren, was passieren soll.

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